Donnerstag, 09. September 2010 07:42

Radweg entlang des Kriessner Wäldchens soll verbreitert werden 

Mittwoch, 28. Juli 2010
Monika von der Linden

Beginnend beim Einlenker Richtung Rhein soll der Radweg auf einer Strecke von 270 Metern verbreitert werden. Dies macht die Rodung eines Waldstreifens von 714 Quadratmetern notwendig. Zusätzlich ist vorgesehen, den Verkehr mit Hilfe eines Pförtners zu verlangsamen. (Fotos: MvdL)
Kriessern. – Seit gestern Mittwoch liegt  beim Bausekretariat der Gemeinde Oberriet ein Gesuch der Politischen Gemeinde Oberriet um Erteilung einer Rodungsbewilligung öffentlich auf. Noch bis 26. August besteht die Möglichkeit zur Einsichtnahme in das Gesamtprojekt.
Michaela Zäch (Bausekretärin der Politischen Gemeinde Oberriet) gibt gegenüber der «Rheintalischen Volkszeitung» Auskunft über die Hintergründe, weshalb am Rande des Kriessner Wäldchens 714 Quadratmeter Wald gerodet werden sollen und wie das Gesamtprojekt aussieht.

Ausgangslage für das Projekt
Auf der Unterdorfstrasse führt zwischen der Auenstrasse und der Verbindungsstrasse zum Rhein – auf einer Strecke von etwa 270 Metern – ein Trottoir. Dieses weist Schäden auf, die eine Sanierung notwendig machen, erläutert Michaela Zäch. Gleichzeitig stellt diese Wegstrecke im Langsamverkehr von Kriessern eine Schwachstelle dar: Die Breite des Trottoirs reicht nicht aus, um für Fussgänger, Velofahrer und Inline­skater die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Um diese zu verbessern, sind zwei bauliche Massnahmen vorgesehen.

Pförtner und breiterer Radweg
Kurz vor dem Ortseingang Kriessern  wird das Tempolimit auf der Kantonsstrasse auf 50 Stundenkilometer herabgesetzt. Dennoch fahren etliche Fahrzeuge mit höherer Geschwindigkeit in die Ortschaft hinein. Deshalb hat der Kanton St. Gallen vorgesehen, den Verkehr durch einen sogenannten Pförtner zu verlangsamen. Bevor diese Verkehrsinsel realisiert werden kann, bedarf es zunächst der Bewilligung einer zweiten Massnahme. Um das bestehende Trottoir auf eine Breite von drei Metern vergrössern zu können, muss zunächst Platz geschaffen werden. Hierfür gilt es, einen schmalen Streifen des «Hofwaldes» – mit einer Gesamtfläche von 714 Quadratmetern – zu roden.

Ausgleichsfläche für den Wald
Die zu rodende Waldfläche ist auf mehrere Parzellen verteilt, die teilweise Eigentum der Ortsgemeinde Kriessern und teilweise des Rheinunternehmens sind. Im zu bewilligenden Gesuch ist ebenfalls eine Ersatzmassnahme enthalten. Hierfür wird eine angrenzende Fläche als Wald anerkannt.
Wie Michaela Zäch erläuterte, handelt es sich um ein bestehendes Waldstück, für das bislang noch keine Anerkennung als Wald vorliegt. Als Auf­wertungsarbeiten wird die Gemeinde Oberriet die Pflege des Baum- und Strauchbestandes durchführen. Die Parzellen für vorgesehene Ausgleichsfläche gehört dem Rheintunternehmen.
Eine Terminierung für die Umsetzung des Projektes kann heute noch nicht vorgenommen werden, da beide geplanten Baumassnahmen gleichzeitig umgesetzt werden sollen.
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