Nur vier Prozent aller Waldbrände sind auf natürliche Ursachen zurückzuführen
Mittwoch, 28. Juli 2010
Revierförster Martin Allemann erläutert die Massnahmen der Waldpflege nach einem Holzschlag. (Fotos: René Jann)
Berschis. – In Berschis liess es sich ideal veranschaulichen, was passieren würde, wenn dort der heutige Schutzwald einem Schadenfeuer anheimfallen würde. Das Gestein würde aufs Dorf zu kullern, und im Falle grösserer Regenfälle würde die gesamte Grundlage des Waldbodens zutale geschwemmt. Das Dorf wäre permanent in Gefahr. «Eine Wiederaufforstung könnte nur mit grossem finanziellem Aufwand bewerkstelligt werden», vertrat Thomas Brandes bei den einführenden Worten. Revierförster Martin Allemann führte die Medienvertreter/innen oberhalb des Werkhofs der Ortsgemeinde Berschis in einen Holzschlag. Dieser sei notwendig gewesen für eine bessere Begehbarkeit und Nutzung des Waldbestandes. Die Schlagräumung überlasse man ob der heutigen Erkenntnisse der Waldpflege der Natur. Nur wo gewisse Schädlinge vorhanden seien, werde das beim Schlag übriggebliebene Geäst verbrannt. Auch dort wo Gefahr drohe, dass das Holz in die Bäche gelange und da zu Verklausungen führen könne, werde die Räumung verbrannt. Eine direkte Schlagräumung werde jedoch auch als Prävention eines möglichen Waldbrandes durchgeführt. Der aufgehäufte Schlagabraum habe aber auch Vorteile, sei es als Unterschlupf für verschiedenste Lebewesen sowie durch Vermoderung auch zur Rückführung von Nährstoffen in den Waldboden. Gegen das Verbrennen spreche heute auch die Luftreinhalteverordnung.
Waldbrandgefahr einschätzen
Raphael Lüchinger, Stellvertretender Kantonsoberförster, gab zu verstehen, dass ein Waldbrand nie ganz ausgeschlossen werden könne. Man könne aber die Gefahr eindämmen, durch richtiges Verhalten. Durch die zunehmende Trockenheit sei der Trend zu Waldbränden immer häufiger. Auf der Alpensüdseite würden diese immer häufiger im späten Winter und frühen Frühling (März und April) als Folge vom Föhneinfluss, der für die Austrocknung der Waldböden verantwortlich sei.
Menschliches Verschulden
«Über 90 Prozent der Waldbrände in Europa sind auf menschliches Verschulden zurückzuführen», erklärte Raphael Lüchinger, sei es durch unsachgemässen Umgang mit dem Lagerfeuer, durch unachtsames Wegschnippen von brennenden Zigarettenkippen oder brennenden Streichhölzern. Die einzige natürliche Ursache für einen Waldbrand sei der Blitzschlag. Da sei aber das Schadenausmass viel geringer und könne meistens rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Waldbrandgefahr nimmt zu
Lüchinger gab aber auch zu verstehen, dass Waldbrände nicht nur zerstören, sondern auch Platz für neues Leben schaffen. Anhand des Prognosemodells «Waldbrandgefahr» gab Lüchinger zu verstehen, dass das Rheintal zu den trockensten Tälern im Kanton gehöre. Damit nehme die Waldbrandgefahr da von Jahr zu Jahr zu und dies trotz grösserer Niederschlagsmenge. Die aktuellen Meteodaten würden täglich gesammelt und Berechnungen angestellt, um die Gefahrenstufen-Karte (www.wald.sg.ch) aktualisieren zu können. In Absprache mit den Nachbarregionen würden Warnungen herausgegeben oder gar Feuer-Verbote ausgesprochen.
Jedermann ist verantwortlich
Franz Ammann, Kantonaler Feuerwehrinspektor, gab zu verstehen, dass für das Verhindern von Waldbränden jedermann/-frau verantwortlich sei. Dabei sprach er sogenannt wilde Lagerfeuer oder den unsachgemässen Umgang mit dem Feuer an. Er erinnerte auch an die oft unterschätzte Gefahr von heissen Katalysatoren von Autos und Motorrädern, die auf Waldböden, Laub oder trockenem Gras zu Bränden führen können. Ammann gab zudem zu verstehen, wie wichtig gerade bei steigender Waldbrandgefahr Mischwaldungen seien, die mehr Feuchtigkeit in Biomasse, Boden und Luft hätten als dies bei Nadelholzbeständen der Fall sei. Franz Ammann ging auch auf die Bekämpfung von Waldbränden ein und unterschied dabei das Lauffeuer am Boden, das Wipfelfeuer, das sich schnell ausbreite und so durch sein Überspringen zum Totalbrand führe, dem man nur mehr im aufwendigen, kombinierten Einsatz von Bodentruppen und Löschhelikoptern Herr werden könne.
Abschliessend sensibilisierte auch Martin Meier seitens der Staatskanzlei als Organisator zum sorgsamen Umgang mit dem Feuerzeug am 1. August, für den bis jetzt ob der feuchten Witterung keine Verbote erlassen worden seien.
Waldbrandgefahr einschätzen
Raphael Lüchinger, Stellvertretender Kantonsoberförster, gab zu verstehen, dass ein Waldbrand nie ganz ausgeschlossen werden könne. Man könne aber die Gefahr eindämmen, durch richtiges Verhalten. Durch die zunehmende Trockenheit sei der Trend zu Waldbränden immer häufiger. Auf der Alpensüdseite würden diese immer häufiger im späten Winter und frühen Frühling (März und April) als Folge vom Föhneinfluss, der für die Austrocknung der Waldböden verantwortlich sei.
Menschliches Verschulden
«Über 90 Prozent der Waldbrände in Europa sind auf menschliches Verschulden zurückzuführen», erklärte Raphael Lüchinger, sei es durch unsachgemässen Umgang mit dem Lagerfeuer, durch unachtsames Wegschnippen von brennenden Zigarettenkippen oder brennenden Streichhölzern. Die einzige natürliche Ursache für einen Waldbrand sei der Blitzschlag. Da sei aber das Schadenausmass viel geringer und könne meistens rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Waldbrandgefahr nimmt zu
Lüchinger gab aber auch zu verstehen, dass Waldbrände nicht nur zerstören, sondern auch Platz für neues Leben schaffen. Anhand des Prognosemodells «Waldbrandgefahr» gab Lüchinger zu verstehen, dass das Rheintal zu den trockensten Tälern im Kanton gehöre. Damit nehme die Waldbrandgefahr da von Jahr zu Jahr zu und dies trotz grösserer Niederschlagsmenge. Die aktuellen Meteodaten würden täglich gesammelt und Berechnungen angestellt, um die Gefahrenstufen-Karte (www.wald.sg.ch) aktualisieren zu können. In Absprache mit den Nachbarregionen würden Warnungen herausgegeben oder gar Feuer-Verbote ausgesprochen.
Jedermann ist verantwortlich
Franz Ammann, Kantonaler Feuerwehrinspektor, gab zu verstehen, dass für das Verhindern von Waldbränden jedermann/-frau verantwortlich sei. Dabei sprach er sogenannt wilde Lagerfeuer oder den unsachgemässen Umgang mit dem Feuer an. Er erinnerte auch an die oft unterschätzte Gefahr von heissen Katalysatoren von Autos und Motorrädern, die auf Waldböden, Laub oder trockenem Gras zu Bränden führen können. Ammann gab zudem zu verstehen, wie wichtig gerade bei steigender Waldbrandgefahr Mischwaldungen seien, die mehr Feuchtigkeit in Biomasse, Boden und Luft hätten als dies bei Nadelholzbeständen der Fall sei. Franz Ammann ging auch auf die Bekämpfung von Waldbränden ein und unterschied dabei das Lauffeuer am Boden, das Wipfelfeuer, das sich schnell ausbreite und so durch sein Überspringen zum Totalbrand führe, dem man nur mehr im aufwendigen, kombinierten Einsatz von Bodentruppen und Löschhelikoptern Herr werden könne.
Abschliessend sensibilisierte auch Martin Meier seitens der Staatskanzlei als Organisator zum sorgsamen Umgang mit dem Feuerzeug am 1. August, für den bis jetzt ob der feuchten Witterung keine Verbote erlassen worden seien.









